Seit der Unterzeichnung des Friedensbkommens in Kolumbien vor einem Jahr hat sich einiges getan. Insbesondere die FARC haben viele ihrer Versprechungen erfüllt, während die Umsetzung der sonstigen Vereinbarungen ansonsten ins Stocken gekommen ist. Die Bewohner der Regionen, die am meisten vom Konflikt betroffen waren, haben bislang kaum etwas von den angekündigten Verbesserungen gespürt und für jene, die sich für den Frieden und eine schnelle und effiziente Umsetzung des Abkommens einsetzen, ist das Leben noch gefährlicher geworden.
Text: Sara Fremberg und Annelen Micus

Centro de Memoria, Paz y Reconciliación, Bogotá 2017



“Mein Bruder war Luiz Almeida Araújo, Codename Ludovico – und für uns zu Hause Lula. Das ist der Spitzname für Luíz, in Brasilien und vor allem im Nordosten. Alle Luízes werden am Ende Lula gerufen, oder Luizinho. [lacht] Und er war in der ALN, der Ação Libertadora Nacional. Ich wohnte zu dieser Zeit bei ihm. Denn er war noch nicht im Untergrund, sondern lebte im Viertel Perdizes [in São Paulo].”
